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Bukowski Mobedan Mobed


Anmeldungsdatum: 02.06.2004 Beiträge: 4069
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Verfasst am: 04.06.2004, 11:03 Titel: Zarathustra / Zartosht |
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Vorwort
Sicherlich hat der eine oder andere schon von Friedrich Nietzsches Werk "Also Sprach Zarathustra" gehört oder das gleichnamige Orchesterstück von Richard Strauss mit dem weltbekannten Trompetenauftakt genossen. Selbst Voltaire lässt in seinem aufklärerischen Roman "Zadig, ou, La destinée" die Gestalt des "Ange Yesrad" (Engel Yesrad) erscheinen, welche ebenfalls der Welt um Zarathustra entnommen ist. Doch wer war Zarathustra und weshalb tauchte er gerade in den Epochen der Aufklärung und des Realismus in der europäischen Literatur auf? Die zweite Frage lässt sich eher rasch beantworten: Zarathustra war ein Aufklärer und Prophet im alten Iran. Seine Schriften sind die ersten menschlichen Zeugnisse einer Religion mit ethischem Anspruch. Es wäre nicht gewagt, behauptete man, dass die Idee von Menschenrechten schlussendlich auf die zarathustrische Lehre zurückgehen. Doch dazu später. Jedenfalls ist es nicht verwunderlich, weshalb die Gestalt Zarathustras in der westlichen Welt zur Zeit der Aufklärung wieder auftauchte. Keine andere Lehre ist so fundamental von der Idee der "Erneuerung der Welt" geprägt, wie die zarathustrische - und dies war ja auch der Vorsatz der Aufklärung. Später allerdings, wurde Zarathustra von Nietzsche "misshandelt", indem er zum Protagonisten eines protofaschistischen Werkes wurde, eines Manifestes zur Umwertung aller Werte. Nietzsches Zarathustra hat bis auf unerhebliche Details überhaupt nichts mit dem iranischen Propheten zutun.
Die folgenden Beiträge sollen über das Leben und die Lehre Zarathustras berichten. |
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Bukowski Mobedan Mobed


Anmeldungsdatum: 02.06.2004 Beiträge: 4069
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Verfasst am: 04.06.2004, 14:38 Titel: |
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Die Arier Irans
Um Zarathustras Lebenswerk zu verstehen, ist es nötig, zunächst einen Blick auf die Gesellschaft und Traditionen zu werfen, in der er hineingeboren wurde.
Die Arier sind nicht das berüchtigte blonde, blauäugige Volk, das an die Hyperboräer erinnert, sondern waren in Wirklichkeit die Vorfahren der Iraner und Nordwestinder. Ihr Name ist auch im heutigen Wort "Iran" noch enthalten, wenn auch in veränderter Form. Îr ist nämlich nichts Anderes als die neupersische Form des altiranischen Wortes bzw. Wortstamms "arya-" (die Eigenbezeichnung der Vorfahren der Iraner und NW-Inder), das im Laufe der Zeit durch verschiedene Lautwandel seine Lautgestalt änderte. Das Wort "Iran" bedeutet denn auch "Land der Arier". Jene Arier lebten vermutlich lange Zeit mit den Vorfahren der Kelten, Germanen, Griechen, Slawen u.a., also den Indogermanen, irgendwo in Sibirien zusammen. Dies können wir heute anhand eines Sprachvergleiches, aber auch archäologischer Evidenz, feststellen. Während die ersteren gen Westen zogen, hielten sich die Arier zunächst in Zentralasien auf, verweilten dort eine Weile, bis sie schließlich in ihre heutigen Länder einwanderten, also ein Teil nach Indien, ein anderer nach Iran. Die Einwanderung in den Iran fand vor rund 3000 Jahren statt.
Zarathustra war der Verfasser der ältesten Verse des Zoroastrismus, der Gatha (avest. "Gesänge") und wird von einigen Gläubigen als Prophet betrachtet. Er und sein Volk - nennen wir es der Einfachheit halber das "Avestavolk" - lebten irgendwann im Zeitraum 1500-1000 v. Chr. (wahrscheinlich eher in der späteren Hälfte dieser Zeitspanne) irgendwo in Zentralasien oder Afghanistan. Dieses Gebiet stellte historisch und teilweise auch heute noch den Osten des iranischen Ausbreitungsgebietes dar. In jenen Tagen war der heutige Iran im engeren Sinne vermutlich noch nicht oder kaum von Iranern bewohnt. Diese wanderten aber nur kurz nach Entstehung der Gathas von Zarathustra, also im frühen 1. Jt. v. Chr. in den heutigen Iran ein. In jener Zeit nanntn sich alle Iraner "Arier", doch waren in verschiedenen Völkern gegliedert, deren Prominenteste die Meder, Perser und Parther waren, die später in der Antike einen bedeutenden Anteil zur Weltgeschichte beigetragen haben. Zarathustra lebte jedoch früher, noch während der gemeinsamen Zeit im Osten.
Aus dem iranischen Avesta und dem indoarischen (indischen) Rigveda können wir heute eine relativ bunte, im wesentlichen polytheistische Glaubenswelt der alten Arier rekonstruieren. Während die Götterwelt der Indoarier im allgemeinen sehr bunt war, scheinen die Iraner bereits in jener Zeit ein relativ eingeschränktes Pantheon besessen zu haben. Der zentralste Gott der prä-gathischen Iraner war der Licht und Vertragsgott Mithra, der in der Sonne wohnte, welche entsprechend angebetet wurde, neben der Wassergöttin Anahita und einigen anderen. Dieser iranische Paganismus wird im Volksmund als "Mithraismus" bezeichnet, wobei dieser Glaube im Grunde genommen nicht nur auf Mithra beschränkt war. Im allgemeinen lassen sich viele Parallelen zwischen der vedischen (indischen) und avestischen (iranischen) Mythologie finden.
Die Gathas von Zarathustra bzw. der Zoroastrismus als solches sind nicht als eine völlige Neuerfindung zu verstehen, es handelt sich vielmehr um eine "Reform" des altiranischen Paganismus. So richten sich die Gathas nur noch an den Gott Ahura Mazda, was für einige Forscher ein Beleg für den Monotheismus Zarathustras in der reinsten Form seiner Lehre ist. Auch werden die "daeva", also die arischen Gottheiten, nun zu Dämonen erklärt, und der Begriff, der ursprünglich (wie auch noch im Vedischen) "Gott" bedeutete, wurde fortan zu "Dämon" umgedeutet. Die Ablehnung vorheriger Götter stellt eine typische Handlung vieler Religionsstifter dar. Ferner befassen sich die Gathas auch mit ethischen, ja zuweilen sogar metaphysisch anmutenden Fragen, und sind insofern ein Novum im Kontext der restlichen arischen Religionswelt. Aus den Gathas lässt sich herauslesen, dass die alte Religion sich zu einem exzessiven Opferkult entwickelt hatte, was Zarathustra sehr kritisiert. Das Ziel Zarathustras ist klar erklärt: die Erneuerung der Welt. |
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Bukowski Mobedan Mobed


Anmeldungsdatum: 02.06.2004 Beiträge: 4069
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Verfasst am: 04.06.2004, 17:16 Titel: |
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Das Leben Zarathustras
Zarathustra wurde irgendwann in der zweiten Hälfte des 1. Jt. v. Chr. geboren. Sein Geburtsort ist heute umstritten. So ist im Iran heute die allgemein bekannte, aber falsche These verbreitet, dass er in der Gegend um den Urmia-See das Licht der Welt erblickte, während andere Forscher das alte Baktrien (heutiges Nordost-Iran und Afghanistan) als Geburtsstätte ausmachen wollen. Er wurde nach dem Gründer seiner Sippe "Spitama" benannt. Bereits als Kind weckte sein überaus weiser Vater sein Interesse für das Himmlische. So dachte Spitama schon sehr früh über religiöse und philosophische Fragen nach. Besonders ethische Grundsatzfragen beschäftigten ihn, zumal im damaligen Iran die grausamen Mithrapriester die Bevölkerung gnadenlos Ausbeuteten und Opfergaben einforderten. Mit fünfzehn Jahren - als im alten Iran die Jungen in die Erwachsenenwelt eingeführt wurden - lebte Spitama zunehmend in Abgeschiedenheit, um mit seinem Erschaffer zu kommunizieren. So führte er zunächst ein zielgerichtetes Leben, stets darauf hinaus, Gott zu finden. In seiner Suche nach dem allmächtigen Erschaffer verliess Spitama schliesslich als Zwanzigjähriger die Gesellschaft und begab sich in die Berge, wo er in einer Höhle durch Meditation und philosophischen Betrachtungen der Existenz zur Wahrheit und letzten Endes zu Gott gelangen wollte.
Fortwährend wurde er in seinem Bemühen vom Bösen Geist geplagt, der Spitama verführen und von seinem Weg abbringen wollte. Dieser Kampf von Gut gegen Böse ist auch der zentrale Bestandteil der zarathustrischen Lehre. Einmal bot der Böse Geist Spitama die Souverenität über die gesamte Welt an mit der einzigen Forderung, die Kreation des Bösens mit seinen Lippen zu segnen. Doch Spitama entgegnete ihm:
"Nein, ich werde der Guten Religion der Verehrer Mazdas nicht abschwören, nicht auch wenn Leib und Leben und Seele auseinander fallen."
Dies war Spitamas letzte Prüfung. Das Gute hatte über das Böse gesiegt. Der Böse Geist verlies die Höhle fluchtartig gen Norden und nach zehn Jahren kehrte der mittlerweile dreissigjährige Spitama erleuchtet als Zarathushtra ("Der vom Goldenen Lichte") zu den Menschen zurück.
In seiner Heimat wurde Zarathustra alles andere als gut aufgenommen. Die Mithrapriester blieben ihm gegenüber aufgrund seiner revolutionären, monotheistischen Lehre skeptisch und lange Zeit hatte er lediglich einen Bekannten als Anhänger seiner Religion. Nach jahrelangen Bemühungen machte er sich schliesslich auf ins östliche Baktrien, wo der König Vishtaspa herrschte. Dieser hörte Zarathustra an und gewann Interesse an seinen religiösen Bekenntnissen, die allesamt in Gesängen vom Meister vorgetragen wurden. Nach langen Debatten und philosophischen Nächten schloss sich Vishtaspa samt seinem gesamten Königshof dem Kampf Zarathustras gegen das Böse und gegen Lug und Trug an. Dieses Ereignis markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der zarathustrischen Religion, denn nun begann von Baktrien aus ihre allmähliche Ausbreitung im ganzen Iran.
Nach siebenundvierzig Jahren des aktiven Kampfes für die "Erneuerung der Welt" starb der erste Prophet der Menschheit, Zarathushtra Spitama, im Alter von 77. Die iranische Tradition besagt, dass er den Tod eines Kriegers im Kapf um die Verteidigung seines Feuertempels fand. Griechische Quellen erzählen, dass er von einem himmlischen Feuer verschlungen wurde. Auf jeden Fall erlitt er den eines Propheten würdigen Tod. |
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Bukowski Mobedan Mobed


Anmeldungsdatum: 02.06.2004 Beiträge: 4069
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Verfasst am: 04.06.2004, 17:41 Titel: |
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Die zarathustrische Lehre
Monotheismus
Zarathustra erkannte Ahura Mazda als den einzigen Gott und verwarf alle anderen Götter, einschliesslich Mithra. Mit der Verkündung von Ahura Mazda als den Schöpfer von allem gründete Zarathustra die erste monotheistische Religion der Welt. Er stand somit in krassem Gegensatz zu den unzähligen Vielgötterkulten der damaligen Zeit, was ihm oft vehementen Widerstand einbrachte.
Gottesbild
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass man nicht den Fehler begehen darf, den Zarathustrismus mit dem sehr universellen christlichen oder islamischen Verständnis von "Religion" verstehen zu wollen. Diese alte arische Religion ist in Konzept und Ausübung von Grund auf anders als die semitischen Religionen. Dies ist vor allem auf das zarathustrische Gottesbild zurückzuführen. Ahura Mazda ist nämlich kein jüdischer Jahwe, den man als Gläubiger fürchten muss, noch ist er ein Jehova des Christentums, mit dem man um die Vergebung seiner Sünden feilschen muss. Erst recht gleicht Ahura nicht dem islamischen Allah, der streng und allmächtig und unvorstellbar waltet, dessen alleiniger Wille alles Geschehene auf der Welt ist. Ahura Mazda ist die Wahrheit und Weisheit, die sich durch gute Gedanken, Worte und Taten offenbart; er ist alles Gute, der Schöpfer dieser Welt und alles Guten. Ein Zarathustrier kommuniziert mit Ahura wie mit einem weisen Freund, der an den rechten Pfad im Leben erinnert.
Gut und Böse
Die Welt ist nach der zarathustrischen Auffassung ein Schauplatz des Kampfes zwischen den sich entegenwirkenden Kräften Gut und Böse, welche vom Geist des Guten "Spenta Mainyu" und Geist des Bösen "Angro Mainyu" repräsentiert werden. Diese beiden Geister sind als eine Art personifizierte Tugenden bzw. Laster zu vertehen, und nicht etwa im Sinne von lebenden Wesen. Der Mensch muss an den endgültigen Sieg des Guten über das Böse glauben und Zeit seines Lebens fortwährend darum bemüht sein, sich für das Gute zu entscheiden und dem Bösen zu widersetzen.
Dieser Dualismus ist sehr kennzeichnend für den Zarathustrismus und zieht sich durch die gesamte zarathustrische Philosophie hindurch.
Ziel
Genauso radikal wie seine für damalige Verhältnisse neue, monotheistische Konzeption ist auch das oberste Ziel seiner Lehre: Die Erneuerung der Welt, der endgültige Sieg von Gut über Böse. Zarathustra lebte in einer Zeit der Unterdrückung und Korruption, der Ausbeutung und des Lug und Truges. Besonders die Lüge erkannte er als die Hauptursache für den Zerfall der Gesellschaft. Die Mithrapriester hielten die Bevölkerung mit Lug und Aberglauben unter Kontrolle, beuteten die Bauern aus und verhinderten dadurch den produktiven Fortschritt des Landes. Zarathustra erkannte die Wahrheit als den Weg zu Gott, den einzig richtigen Weg, der die Menschen zum Fortschritt und zur Glückseligkeit führt. Daher ist die Wahrhaftigkeit die wichtigste Tugend dieser Religion.
Der Prophet setzte sich und seinen Anhängern zum Ziel, die Welt zu erneuern, mit Wahrhaftigkeit und Rechtschaffenheit zu revitalisieren. Er strebt eine Welt an, in der sich die Menschen nicht belügen, betrügen, in der ein jeder nach bester Fähigkeit zum Fortschritt der Menschheit beiträgt.
Daher ist er kaum verwunderlich, dass der Iran zu Zeiten der Hakhamanesh (Achamäniden), die sich als erste Kaiser offiziell zu dieser Lehre bekannten, den wohl grössten zivilisatorischen Fortschrittsschub seiner Geschichte erfuhr.
Persönliche Verantwortung
Eine andere Angelegenheit, dessen bezüglich die zarathustrische Lehre ebenfalls eine Sonderstellung im Kreise der monotheistischen Religionen inne hat, ist der Aspekt der Schuld. Ein wesentlicher Bestandteil des Zarathustrismus ist nämlich die persönliche Verantwortung des Individuums für seine Taten. Alles, was in der Welt passiert, läuft nach einem Ursache-Wirkung-Prinzip ab; Gutes wird also nach zarathustrischer Philosophie als Konsequenz von guten Gedanken, Worten und Taten erklärt und vice versa. Dem Menschen wird absolut freier Wille und die freie Wahl seiner Lebensweise zugesprochen, unschuldig auf die Welt gekommen entscheidet er frei über sein Handeln und hat dementsprechend auch die daraus folgenden Konsequenzen selber zu tragen. Lohn oder Strafe für seine Taten erfährt der Mensch als Konsequenz seines Handelns noch in diesem Leben. Für einen Zarathustrier macht es daher keinen Sinn, Gott um etwas zu bitten, ja allein der Gedanke passt überhaupt nicht in das zarathustrische Gottesbild hinein. Wer etwas erreichen möchte, dem bleibt nur, dafür zu arbeiten, und in der Tat wird die aktive, produktive Arbeit als grosse Tugend geschätzt.
Ethik
Wie bereits erwähnt, ist die Mazdayasna ("Mazdaverehrer") Religion die erste ihrer Art, die einen ethischen Aspekt des Lebens vorweist. Liest man jedoch die Gatha, die religiösen Schriften Zarathustras, so bemerkt man sehr rasch ihre grundsätzliche Andersartigkeit im Vergleich zu den drei bekannten semitischen Religionen. Die Gatha setzen sich vor allem aus philosophischen Fragen Zarathustras zusammen, in metaethischer Manier hinterfragt der Lehrer die Werte und Existenz der Welt, oft ohne eine eindeutige Antwort zu geben. Dies zeichnet die zarathustrische Lehre aus; sie schreibt den Menschen (in ihrem Grundsatz) nichts oder nur wenig vor. So hat der Mensch Wahrhaftig zu sein und Gutes zu vollbringen. Was aber "gut" oder "schlecht" ist, wird nicht eindeutig erläutert. Für Zarathustra war es selbstverständlich, dass sich die Menschen verschiedener Regionen, Familien und Zeiten nie und nimmer den gleichen Weg durch das Leben bahnen würden. Gott schreibt keine Verhaltensregeln vor, deren Bruch er mit Strafe sühnt. Was macht das für einen Sinn? Wozu sollen wir Fehler machen dürfen, wenn uns Gott von Anfang an fehlerfrei hätte erschaffen können? Wieso bestrafen?
Zarathustra stellt die Fragen in der Gatha nicht nur für sich, sondern auch für jeden einelnen Menschen, denn diese Fragen sind zeitlos. Noch heute sind sie genauso aktuell wie vor knapp viertausend Jahren. Der Mensch soll anhand der zarathustrichen Schriften die Welt und das Leben hinterfragen, er soll stetig denken und sich dergestalt geistig wie seelisch weiterentwickeln, sodass er die Wahrheit zu erkennen beginnt und ein höheres Bewusstsein im Leben erreicht. Dabei hat er die drei Grundpfeiler der Religion zu beachten: Gutes Denken, gutes Reden, gutes Handeln. Was aber gut im ethischen Sinne ist, muss der Mensch im Laufe seines Lebens selbst erkennen, denn zur ewigen Wahrheit führen mehrere Wege. Dabei hat er sich stets an den Pfad des Asha zu halten, der später erklärt wird.
Paradies und Hölle
Was der Mehrheit der Menschen als ein Grundprinzip der "drei grossen Weltreligionen" bekannt ist, zeugt eigentlich von zarathustrischer Herkunft. In der Tat ist das Wort Paradis dem persischen "Pardis" entnommen. Der zarathustrischen Religion zufolge ist die Seele des Menschen ewig, nach dem Ableben des Körpers gelangt der Mensch aufgrund seiner vollbrachten guten bzw. schlechten Taten entweder ins Paradies oder in die Hölle. Dabei wird genau nach dem Mass seiner guten bzw. schlechten Taten entschieden. Interessant ist, dass die zarathustrische Hölle als eisig kalt beschrieben wird, was vielleicht daher zeugt, dass es für die damaligen Menschen nichts Schlimmeres gab als eisige, unfruchtbare Winter. Auch mag die Tatsache, dass Zarathustra selbst aus einer sehr kalten Region stammte, eine Rolle spielen.
Dieses Paradies-Hölle-Konzept beeinflusste stark die Formung des jüdischen Glaubens, wie übrigens unzählige andere Züge des Zarathustrismus vom Judentum assimiliert wurden.
Gott verstehen, sehen, erreichen
Die zarathustrische Philosophie kennt sechs Stufen der Entwicklung eines Menschen, wobei die höchste die Stufe des Zarathushtra, quasi die Erleuchtung, ist. Durch fortwährenden Kampf für das Gute, unter anderem in Form von guten Gedanken, Worten, Taten, Wahrhaftigkeit, spiritueller Einsicht, Erörterung, Erkenntnis, Willensstärke, ist der Zarathustrier stets darum bemüht, Gott zu verstehen, ihn innerlich zu sehen und seine Nähe zu erreichen.
Zuletzt bearbeitet von Bukowski am 22.06.2004, 15:14, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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Bukowski Mobedan Mobed


Anmeldungsdatum: 02.06.2004 Beiträge: 4069
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Verfasst am: 05.06.2004, 17:34 Titel: |
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Asha
Es ist nicht einfach, Asha mit Worten zu erklären, und doch ist es unabdingbar, auf diesen wichtigsten, essentiellen Bestandteil der zarathustrischen Lehre etwas näher einzugehen.
Im Grunde genommen kann man sagen, dass Asha der gesamte schöpferische Plan Ahuras ist, nach dem alles in der Welt abläuft und besteht. Asha ist die ewige, immerwährende Wahrheit. Nur auf dem Pfad von Asha kann ein Mensch zur Wahrheit und somit zu Gott gelangen. Dies bedingt jedoch die strikte Wahrhaftigkeit, Rechtschaffenheit, das Richten seines Lebens nach den drei Prinzipien "Gute Gedanken, Gute Worte, Gute Taten", die Verpflichtung zum Guten. Doch auch spirituelle Einsicht durch Meditation und Intuition ist vonnöten, um die Entwicklungsstufen auf dem Pfade Ashas hinaufzusteigen. Dieser spirituelle Aspekt der Religion geriet in der Vergangenheit vermehrt in den Hintergrund der Praxis und erfährt heute vor allem in Indien wieder breiteres Interesse.
In der Gatha spricht Zarathustra von "Asha Gedanken", womit nicht einfach nur gute Gedanken gemeint sind, sondern eben solche, die den Menschen auf dem Pfade Ashas zur Wahrheit weiter- und Gott näherbringen.
Die laienhafte Frage, worum es denn in der zarathustrischen Religion ginge, könnte im Grunde genommen lapidar mit "Asha" beantwortet werden. |
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Bukowski Mobedan Mobed


Anmeldungsdatum: 02.06.2004 Beiträge: 4069
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Verfasst am: 06.06.2004, 02:58 Titel: |
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Die Bedeutung des Feuers
Bereits in der Antike wurden die Zarathustrier von Aussenstehenden oft misstrauisch als "Feueranbeter" abgetan. Dieser Irrglaube zog sich bis in die heutige Zeit hindurch. Noch heute werden die Anhänger dieser alten Religion häufig fälschlicherweise als Feueranbeter bezeichnet. Dabei widerstrebt es dem zarathustrischen Gedanken, neben Ahura Mazda irgend etwas anderes als göttlich zu verehren.
Das Feuer wird in der Zarathustrischen Tradition als das reinste aller Elemente gesehen, da es durch nichts anderes verschmutzt werden kann. Da - seelische wie körperliche - Reinheit in dieser Religion einen enorm hohen Stellenwert hat, wird das Feuer als Symbol der Reinheit in den zarathustrischen Gotteshäusern, den Feuertempeln, verwahrt. Doch das Feuer repräsentiert auch das Leben: Wo Rauch aus den Tempeln in die Landschaft hinaufstieg, dort lebten und walteten Ahura Mazdas Verehrer, dort kämpften Zarathustras Gefährten für den Sieg des Guten in der Welt. Ferner ist das Feuer auch eine Grundlage der Zivilisation und des Fortschrittes. Schliesslich diente das Feuer - insbesondere nach der Islamisierung Irans - auch als Symbol für das Überleben des Zarathustrismus. So lange das ewige Feuer in den Feuertempeln brennt, so lange währt die alte Lehre des iranischen Meisters.
Jedes Feuer der verschiedenen Feuertempel im Iran wurde vom "grossen Feuer" entlehnt, dass sich heute im Feuertempel von Yazd befindet und seit Jahrhunderten kontinuierlich brennt. Auch die indischen Feuer gehen auf jene im alten Persien zurück. Der Ursprung der Einbeziehung des Feuers in die religiöse Praxis könnte in der alten vedischen Tradition der indischen Arier liegen, welche in Kultur und Religion den einstigen Ariern Irans sehr nahe standen. Die Vedas kultivierten im Altertum die Feuerverehrung in Nordindien.
Erscheint einem die zarathustrische Sicht des Feuers etwas seltsam, so muss man bedenken, dass diese Religion - im Gegensatz zum Islam zum Beispiel - stark ritualistisch geprägt ist. Symbolik spielte schon immer eine bedeutende Rolle in der zarathustrischen Tradition. So birgt auch das wohl bekannteste Symbol des Zarathustrismus, das geflügelte Faravahar, eine reiche symbolische Aussagekraft. Doch gerade aufgrund dieser als "Götzen" und "Naturgötter" missverstandenen Symbole mussten die alten Perser ein grausames Gemetzel seitens der Araber hinnehmen, welche ihnen schliesslich ihren alten, persischen "vielgötterischen Feuerkult" durch den monotheistischen Islam ersetzten. Ironischerweise gehen viele konzeptionelle Elemente des Islams über den Umweg zum Judentum auf die zarathustrische Lehre zurück. So zum Beispiel die Idee des Paradieses und der Hölle oder die Existenz des Teufels als Gegner Gottes. |
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Bukowski Mobedan Mobed


Anmeldungsdatum: 02.06.2004 Beiträge: 4069
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Verfasst am: 21.06.2004, 13:00 Titel: |
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Faravahar
Der geflügelte Mann ist im Iran ein sehr geläufiges Symbol, das oft in Form von Kettenanhängern in Märkten verkauft und im allgemeinen mit Persepolis in Verbindung gebracht wird. Doch nur die wenigsten Iraner wissen um die wahre Bedeutung dieses alten Bildnisses.
Faravahar symbolisisert den Zweck und Sinn des Lebens, der im stetigen spirituellen Fortschreiten des Menschen im Hinblick auf die schlussendliche Einheit mit Gott besteht. Das Symbol gilt als Erkennungszeichen der Religion einerseits und mahnt andererseits den Zarathustrier an seine religiösen Pflichten.
Der Kopf zeigt einen Menschen und symbolisiert das Individuum in Verbundenheit mit dem Glauben und der Welt. Der Mensch wird als ein alter weiser Mann dargestellt, was die Reifheit und Weisheit repräsentiert, wonach ein jeder Zarathustrier streben sollte. Mazda bedeutet nichts Anderes als "Der Weise".
Die Hand des Weisen zeigt bestimmt in die Richtung des Himmels bzw. des rechten Weges. Danach hat das Individuum stets nach dem rechten Weg zu suchen, dem Weg Ahura Mazdas. "In der Welt gibt es nur einen Weg, den rechten!" ist wichtiger Leitsatz des Zarathustrismus.
Der Ring in der Hand des Gläubigen steht für das Versprechen, das jeder Zarathustrier bei seiner Einweihung in die Religion (sedreh pushi) an Gott und sich selbst gibt, sein Bekenntnis zum rechten ahuraischen Weg also. Der Ring wird in manchen Quellen auch als das Sinnbild für die Wiedergeburt der Seele interpretiert.
Die Flügel bestehen aus drei Federreihen und weisen auf die guten Gedanken, guten Worte und guten Taten hin, welche den Menschen "beflügeln" und auf seinem Weg zu Gott tragen.
Der Schwanz hingegen steht für die schlechten Gedanken, Worte und Taten und ist eine Last, die den Mensch hinunterzieht.
Die Beine vorne und hinten sind bildhafte Darstellungen der beiden sich entgegenwirkenden Kräften "Gut" und "Böse". Das vordere (linke) Bein steht für "Spenta Mainyu", dem Guten Geist, während das hintere "Angro Mainyu", den "Bösen Geist", symbolisiert. Dies zeigt das dualistische Prinzip der Religion, wonach die Welt ein Schauspiel des Kapfes dieser beiden Kräfte ist und der Mensch den Guten Geist in sich tragen soll, der ihn nach vorne bringt, und das Böse hinter sich lassen muss.
Der Kreis in der Mitte verbindet das Gute mit dem Bösen, die Flügel mit dem Schwanz und ist zentral angeordnet. Es ist die Seele des Menschen, die sowohl Gutes als auch Böses in sich birgt. Der Kreis symbolisiert aber auch in einer etwas abstrakteren Weise die Verbundenheit von Gut und Böse. Es soll gezeigt werden, dass in allem und jedem Gutes wie Schlechtes steckt - jede Tat kann als gut oder als schlecht interpretiert werden, je nach Lage und Sichtweise. Es liegt am Menschen, sich für das wahrlich und ewig Gute zu entscheiden und es vom Bösen zu trennen. So sind der Böse Geist und die schlechten Gedanken, Worte, Taten im Bildnis des Faravahars zwar nicht gänzlich abwesend, aber hinter bzw. unter dem Menschen.
Es gibt auch andere Interpretationen, die z.B. die Flügel aus fünf Reihen bestehend sehen und diese als die fünf Stufen (jzhirums) verstehen, die der Mensch auf dem Wege der Erleuchtung zu durchlaufen hat, um zur sechsten spirituellen Ebene zu erlangen. Doch die oben genannte ist heute von führenden zarathustrischen Gelehrten und auch allgemein unter Zarathustriern akzeptiert.
In den Ruinen von Persepolis ist das Faravahar ein häufig daregestelltes Symbol auf Palästen, Wänden und dergleichen.
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Bukowski Mobedan Mobed


Anmeldungsdatum: 02.06.2004 Beiträge: 4069
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Verfasst am: 22.06.2004, 15:07 Titel: |
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Die Avesta - das religiöse Buch der Zarathustrier
Historisch
Zarathusrta schrieb eine beachtliche Ansammlung von religiösen und philosophischen Texten, die er allesamt zur Avesta zusammenfasste. Als wandernder Prophet sang er den Menschen die Inhalte der Avesta vor, wodurch sie leichter zu merken waren. Nach seinem Tode wurden seine religiösen und philosophischen Gesänge von seinen Anhängern aufbewahrt und weitergegeben. Dariush, der zweite Kaiser der Hakhamanesh-Dynastie, liess die Schriften Zarathustras sammeln und zwei Abschriften mit Tinte aus flüssigem Gold auf Rindsleder anfretigen. Ein Exemplar befand sich in der persischen Bibliothek in Persepolis, das andere im Gebiet des heutigen Khorasans. Die Avesta beinhaltete somit ursprünglich die gesamten von Zarathustra geschriebenen Worte und einige den Ritus betreffende Ordnungen von hohen Mobeds. Doch was genau stand in der Avesta? Dies ist heute Gegenstand des wohl heftigsten Streits in der zarathustrischen Weltgemeinschaft.
Alexander dem Makedonier haben wir es heute zu verdanken, dass die Originale der Avesta vernichtet wurden. Der "grosse" Europäer fackelte die gesamte Nationalbibliothek Persiens ab, die grösste Wissenssammlung der Antike ging verloren! Heute vertuschen europäische Historiker und "Gelehrte" diese Tatsache und schreiben fälschlicher Weise, dass die Araber die Bibliothek Alexandriens in Ägypten verbrannten. In Wirklichkeit jedoch war es der europäische Held per se, der das Wissen der Antike in Persepolis vernichtete. Aber Alexander war nicht nur gut im Verbrennen und Saufen, sondern auch ein exzellenter Dieb. So liess er unzählige wissenschaftliche Schätze Persiens nach Greichenland einschleusen, worauf die Griechen urplötzlich unzählige Fortschritte in Wissenschaft und Philosophie erlangten.
Eines dieser gestohlenen Schätze war das zweite Exemplar der Avesta, die Alexander auf Befehl seines Lehrers, dem "Philosophen" Aristoteles (!), nach Griechenland fortstahl. Dort wurde das Exemplar bei einem Brand ebenfalls zerstört.
Doch die zarathustrischen Priester kannten die Inhalte der Avesta einerseits auswendig und besassen andererseits viele Abschriften der Nasks, wodurch zarathustras Schriften mehr oder minder gerettet werden konnten. Erst die Sassaniden liessen rund 550 Jahre nach dem Ende der Hakhamanesh-Dynastie wieder eine offizielle und formelle Sammlung der zarathustrischen Schriften anfertigen, welche sie in 21 Nasks unterteilten. Viele zarathustrische Gelehrten nehmen heute an, dass die damaligen mächtigen Priester der religiösen Sassanidendynastie viele Teile der Nasks verändert, ihrer eigenen Auffassung der Religion nach verfassten. So ist es möglich, dass die Avesta während des historischen Wandel Persiens etwas verändert bzw. subjektiv ergänzt wurde. Sicher wissen wir heute, dass manche Bücher und Schriften aus der Sassanidendynastie definitiv politischer, jedoch nicht religiöser Natur waren - diese Bücher werden denn auch von den wenigsten Zarathustriern als authentisch betrachtet.
Mit der Eroberung Persiens durch die Araber erlitt der Zarathustrismus beinahe seinen vernichtenden Untergang. Alle Bücher Persiens wurden von den Arabern verbrannt, da ihrer Auffassung nach der Koran alles Notwendige zum Leben beinhaltete. Viele wissenschaftlichen Werke der grössten und bedeutendsten Universität der Welt, nämlich Gondishapur, wurden von den Arabern gestohlen und für arabisch erklärt. Daher die "islamische Blütezeit".
Einige Zarathustrier wanderten während der arabischen Herrschaft nach und nach aus dem Iran aus. Die meisten flohen nach Indien, wohin sie auch die verblienenen religiösen Schriften Zarathustras, insbesondere die Gatha, die Schriften aus Asho Zarathushtras eigener Feder, mitnahmen. Noch heute nennt man die indischen Zarathustrier "Parsis" (Perser). Viele Teile der Avesta wurden von den Mobeds, den zarathstrischen Priestern, aus dem Gedächtnis rezitiert und niedergeschrieben. Leider sind von den ursprünglich 21 Nasks heute noch 4 übriggeblieben, wovon lediglich einer ganz erhalten ist.
Die Avesta in heutiger Form
Die heutige Avesta beinhaltet die Yasna, Visperad, Vendidad und Khorda Avesta, nebst einigen übriggeblienenen Fragmenten der ursprünglichen Avesta. Auch als kleiner übriggebliebener Bestandteil eines ehemals riesigen religiösen Maifestes vermag sie bereits ein nahezu komplettes philosophisch-religiöses System zu erheben. Viele Gesänge werden heute noch wie vor tausenden von Jahren gesungen und zitiert.
Die Gatha
Die Gatha sind die ältesten Gesänge der Yasna. Sie sind die einzigen Schriften, die ERWIESENERMASSEN von Zarathustra selbst verfasst wurden. Zugleich aber sind die Gatha auch der wichtigste Bestandteil der Religion. Man könnte sagen, das ganze zeitlose Wesen des Zarathustrismus wird in den Gatha ausgedrückt. Doch es wäre unklug zu behaupten, die Gatha allein reiche als religiöse Quelle - die Gesänge sind von sehr allgemeiner Natur und lassen viele andere wichtige Aspekte der Religion ausser betracht. Vor allem die religiöse Praxis und die zarathustrische Tradition sind z.B. von der Vendidad beeinflusst. |
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